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Einblicke in den CB Funk

Hier möchte ich euch ein paar Einblicke in den CB Funk geben. Dieses Hobby betreibe ich seit 1975. Bevor ich hier zum X-ten male die Geschichte des CB-Funks niederschreibe, folgt einfach dem Link zu Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/CB-Funk. Leider hat die Popularität mit Einführung von Handy und Internet stark gelitten. Deswegen sind auch die früheren Gesprächsrunden vielerorts verschwunden oder auf ein Minimum geschrumpft. Trotzdem gibt es einige unentwegte, die ihre Funkgeräte immer noch betreiben. Eine besondere Spielart des CB Funks ist die sogenannte Fuchsjagd oder auch Funksignalsuchfahrt genannt. Zu vergleichen ist das Ganze mit dem wohlbekannten Verstecken spielen. Dabei versteckt sich ein Funker (der Fuchs) mit seinem Funkgerät und sendet ein Signal. Die restlichen Funker (Fuchsjäger) müssen jetzt mittels peilen versuchen den Fuchs zu finden. In den Hochzeiten des CB-Funks gab es Fuchsjagden mit bis zu 100 Teilnehmern. Die Veranstaltungen waren aufgeteilt in Handfunkgeräte und für im Auto eingebaute Geräte. Ich betreibe dieses Hobby mit einem Mobilgerät, dass ich temporär in mein KFZ einbaue. Die Peilung kann mittels Handpeilantenne oder der am Auto montierten Antenne erfolgen. Ich peile ausschließlich mit zwei mittels Magnetfuß montierten Antennen. Beide Antennen sind im hinteren Teil des Wagens montiert. Dadurch erreicht man, dass der beste Empfang in Fahrtrichtung erfolgt. Die Entfernung zum Fuchs kann zwischen einem und hundert Kilometer betragen. Am Startplatz dreht man sich mit seinem Auto im Kreis und kann so auf dem S-Meter ablesen, aus welcher Richtung das stärkste Signal kommt. Und so kann man sich Stück für Stück dem Fuchs nähern, bis man ihn gefunden hat. Ein großer Vorteil dabei sind die in den letzten Jahren gebauten Kreisverkehre. So muss man nicht immer nach einem geeigneten Platz zum Drehen suchen. Eben erwähnte ich das sogenannte S-Meter. Mit ihm wird die Signalstärke gemessen. Dieses ist meistens im Funkgerät eingebaut. Aufgrund der Größe ist es natürlich nicht geeignet, während der Fahrt abgelesen zu werden. Deshalb wird hier ein externes S-Meter mit Beleuchtung eingesetzt.

<=== externes S-Meter

In den meisten Fällen wird ein analoges Instrument eingesetzt. Es gibt aber auch eine digitale Variante. Als Tonsignal wird meistens ein Sirenenton gesendet. Dieser hat gegenüber Sprache oder Musik den Vorteil, dass man ihn auch noch bei schlechterem Empfang hören kann. Hier mal eine Hörprobe: Fuchston. Das Signal wird nicht dauernd, sondern mit Pausen gesendet. So kann man z.B. hören ob ein Kollege Probleme hat. Normalerweise sendet man zwischen 20 und 45 Sekunden und macht 10 Sekunden Pause. Um nicht die ganze Zeit die Mikrofontaste drücken zu müssen, setzten wir einen automatischen Signalgeber ein. Dieser wird am Mikrofoneingang angeschlossen und sendet automatisch im eingestellten Takt das Signal. Dieses wird entweder mit einem Sirenengenerator erzeugt oder neuerdings mittels MP3 Player abgespielt. Die Fuchsmaschine gibt es selten fertig zu kaufen. In den meisten Fällen handelt es sich um Eigenbauten. Haben alle an der Fuchsjagd beteiligten Autos den Fuchs erreicht, fährt der nächste los, setzt den Fuchs und die Suche beginnt von neuem.

 

Bauplan Fuchsmaschine

 

Welche Funkgeräte eignen sich für die Fuchsjagd? Da es viele Funkgeräte auf dem Markt gibt, ist die Frage schwer zu beantworten. Ich schwöre auf eine Stabo 4012 oder 4012N. Grundsätzlich eignet sich jedes Funkgerät mit einem externen S-Meter Anschluss. Von Vorteil ist auch, wenn das Gerät einen RF Gain hat. Mit ihm lässt sich der Empfang abschwächen. Dadurch kann man im Nahbereich das Signal besser anpeilen.

 

Welche Antenne eignet sich für die Fuchsjagd? Tja, das ist auch eine Sache für sich. Für den Empfang habe ich hinten auf dem Dach eine 60 cm lange Sirio T3-27 ohne Feder und am Heck eine 20 cm lange Solarcon A-108 mittels Magnetfüßen montiert. Ich kann dann mit einem Umschalter zwischen den Antennen auswählen. Die kurze Antenne am Heck benutze ich nur im Nahbereich. Da diese schlechter empfängt, ist die Richtwirkung beim Empfang wesentlich stärker. Einige schwören auf   die Wilson 1000 oder 5000. Aber an dem Punkt muss man ein wenig probieren, welche Antenne einem am besten liegt. Als Tipp kann ich euch die T-27 von Sirtel empfehlen. Zum Senden benutze ich eine DV27 lang oder die DV27 Spezial.

 

So wenn ihr jetzt Lust bekommen habt und auch mal an einer Fuchsjagd teilnehmen wollt, schaut mal im Internet, ob es in eurer Nähe eine Fuchjagdgemeinschaft gibt.

 

 

Link zu einem bekannten Funk Forum: funkbasis.de